Aufsichtsräte: Immer mehr Frauen sitzen in den Kontrollgremien
Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der größten deutschen Konzerne hat sich einer Studie zufolge in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Zum Stichtag 31.Mai seien 18,2 Prozent der Positionen - 91 von insgesamt 500 - in den dreißig Dax-Unternehmen in weiblicher Hand gewesen, teilte das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse Coopers (PwC) mit.
Anfang vergangenen Jahres habe der Frauenanteil in den Kontrollgremien noch bei 13,4 Prozent gelegen. Dies entspreche einer Steigerung von 36 Prozent, schreiben die Berater weiter.
Lobend erwähnen sie außerdem, dass sich der Frauenanteil unter den Anteilseignervertretern im Vergleich zu 2011 nahezu verdoppelt habe, auf nunmehr 13,3 Prozent. Zuletzt wurde vielfach kritisiert, dass vor allem die Arbeitnehmerseite Frauen entsende, die Kapitalseite dagegen nur selten.
Mittelfristig streben die Unternehmen gemäß der Studie eine Frauenquote von 22 Prozent in den Kontrollgremien an. Mit diesem Ziel liegen sie gleichwohl noch weit unter den Wunschvorstellungen der Politik. Manche Politiker fordern einen Frauenanteil von 30 Prozent, andere nach norwegischem Vorbild 40 Prozent.
Die Studie von PwC berücksichtigt neben den in den Geschäftsberichten veröffentlichten Zielen auch die Wahlergebnisse der diesjährigen Hauptversammlungssaison.
© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2013