Die nicht zu unterschätzende Biene

Albert Einstein hat mal gesagt: „Wenn die Bienen von der Erde verschwinden, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr." Ich möchte gleich Entwarnung geben, diese Aussage von Albert Einstein ist inkorrekt, da der Mensch prinzipiell nur Grundnahrungsmittel wie etwa Weizen oder Reis bräuchte um zu Überleben und die Grundnahrungsmittel benötigen keine Bienenbestäubung.

Für Bienen an sich sind die relevanten Nahrungsquellen süße Pflanzensäfte und für ihre Eiweißversorgung brauchen sie den Blütenstaub (auch Pollen genannt) einer Pflanze, daraus ergibt sich, dass Bienen sich rein pflanzlich ernähren. Sie sind entweder die „Haustiere“ der Imker oder unabhängig in der Natur. Wenn das der Fall ist, dann leben sie in Bienenstaaten. Das Bienenvolk versucht den Winter zu überstehen um dann im Frühjahr, wenn die Pflanzen wieder blühen, präsent zu sein. Die Bienen zählen zur Klasse der Insekten, es gibt ca. 20.000 Bienenarten weltweit und davon sind ca. 500 in Deutschland vorhanden. Die Biene ist eines der wichtigsten Nutztiere auf der Welt. Die Biene ist vor allem als Honigproduzent bekannt, doch ohne sie gebe es auch eine Einschränkung an Obst- und Gemüse, denn nur durch das Blütenbestäuben können etwa Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Himbeeren oder auch Kirschen reifen, wie man sieht ist das eine ganze Menge. Die Blütenbestäubung erfolgt, indem die Pollen durch die Bienen von einer Blüte zur nächsten Blüte transportiert werden. Dadurch wird gewährleistet, dass wie zum Beispiel der Apfel gedeihen kann. Aber die Biene ist nicht nur für das Heranreifen von Obst und Gemüse verantwortlich sondern auch für etliche Wildpflanzen, die nur durch Bestäubung überleben können. Daraus resultiert, dass Bienen eine hohe Relevanz für den fortlaufenden Bestand in der Naturvielfalt haben, denn eine hohe Anzahl von Wildpflanzen benötigen eine Insektenbestäubung wie unter anderem von der Biene. Die Biene sichert somit die biologische Vielfalt, da sie ein Teil der Produktion von Nahrung ist, unter anderem für Vögel, kleine Säuger und auch den Menschen. Die Biene bestäubt außerdem Pflanzen wie Paprika, Tomaten, Zitronen, Wassermelonen, Kaffee und Soja. Somit garantiert sie den Fortbestand dieser Pflanzen. Ein Teil der menschlichen Nahrung ist somit direkt oder indirekt von den Bienen abhängig.

Doch es besteht Grund zur Sorge, denn mittlerweile herrscht eine Bienenverringerung auf unserer Erde. Aufgrund der erhöhten Umweltverschmutzung, des zunehmenden Pestizideinsatzes sowie den verringerten Lebensraum wird die Vielfalt der Biene immer geringer. Daraus folgt eine abnehmende Bestäubungsleistung der Bienen, was zur Folge hat, dass beispielsweise Vögel, die sich von Wildfrüchten ernähren, im Winter kaum Chancen zum Überleben haben, da Früchte und Samen auf eine Bestäubung angewiesen sind. Nistplätze und Nahrung sind somit nur noch rar gesät. Zudem wird der Lebensraum der Bienen geringer durch den Anbau der immer gleichen Pflanzenart auf einer Bodenfläche. Durch diese Monokulturen, wie etwa bei Raps, entsteht keine „Auswahl“ für die Bienen. Eine weitere Ursache ist die Asphaltierung von Böden. Aber auch Pflanzenschutzmittel mit ihren beinhalteten Pestiziden schaden dem Immunsystem der Biene.

Daraus ergibt sich unter anderem, dass die eingeschleppte Varroamilbe freie Bahn zum Töten der Bienen hat. Hohe Todesraten sind hier zu verzeichnen. Die Varroamilbe stammt aus den östlichen Teilen der Welt, nähe des Uralgebirge und Afghanistan. Die Varroamilbe agiert wie ein Blutegel. Sie saugt sich an der Biene fest und ernährt sich von deren Blut. Während sich asiatische Bienen auf den Parasiten eingestellt haben, führt der Befall bei europäischen Bienen häufig zum Tod. Durch Pestizide und Nahrungsmangel sind viele der Bienen so stark geschwächt, dass sie dem Parasitenbefall nichts entgegensetzen können.

Wenn die Existenz der Biene weiterhin in Gefahr bleibt, wird die Nahrungsvielfalt für den Menschen monotoner. Somit werden der Menschheit viele Nährstoffe fehlen, die Ernten würden erheblich schrumpfen, die Bauern Verluste einfahren und womöglich würden Arbeitsplätze verschwinden.

Schlussfolgernd muss festgestellt werden, dass Bienen für die Mensch-, Tier- und Pflanzenwelt eine immense Bedeutung haben und somit unbedingt schützenswert sind.

Informationen zum Beitrag

Titel
Die nicht zu unterschätzende Biene
Autor
Markus Nimke
Schule
Montessorischule Jena , Jena
Klasse
Klasse 11
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Jugend recherchiert 2014 - Die Relevanz der Biene
Kategorie
Print

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