Sport eine Integrationsmöglichkeit?

Sport eine Integrationsmöglichkeit?

„Ja klar ist Sport eine Integrationsmöglichkeit!“ war die Antwort des 14 jährigen Türken Kijan T. Der talentierte Fußballer, der sein Hobby später zum Beruf machen will, ist der festen Überzeugung das Sport eine Integrationsfördernde Wirkung hat. Diese Meinung wird von vielen Wissenschaftlern geteilt, aber bleibt trotzdem eine bestehende Streitfrage. In letzter Zeit wird immer mehr darüber debattiert, ob Sport alleine ausreicht, oder andere Faktoren die gleiche Wichtigkeit besitzen. „Natürlich reicht die alleinige Teilnahme nicht. Man muss ein Interesse für diese Sportart entwickeln, denn sinnlos auf dem Platz stehen und kein Talent haben, erzielt eher das Gegenteil!“ Erfahrungssache, wie der Mittelfeldakteur behauptet. Damit hat er allerdings die Kerntheorie der Wissenschaftler, welche besagt dass Interesse und das Streben nach Kommunikation die selbe Wichtigkeit besitzen, wie die Teilnahme an der Sportart, bestätigt.
 

Sport eine Integrationsmöglichkeit?

Es gibt Fälle, bei denen eine Gruppenfindung geschweige denn Kontakte finden nicht erricht wurde. . Viele denken, dass Sport alleine reicht um eine Integrationswirkung zu erzielen. Jedoch ist die richtige Antwort auf diese strittige Frage, dass man durch Sport nur den ersten, aber entscheidenen Schritt macht. So gesehen kann Sport Türen öffnen, aber man muss die Klinke selber befestigen. Nun wird auch von den Sportverbänden erkannt, dass Teilnahme nicht allein reicht, sondern dass der Migrant oder die Migrantin auch ein gewisses Interesse für diese Sportart entwickeln muss, sodass er sich einbringen kann. Sogar in der Grundsatzerklärung des Deutschen Sportbundes „Sport der Ausländischen Mitbürger“ von 1981 wurde erkannt, dass die Mitgliedschaft von Migranten/innen in Deutschen Vereinen zwar gundsätzlich wünschenswert sei, aber eine zunehmende Anzahl an diesen zur Überforderung führt.
Bei Kijan hat Sport auf jeden Fall geholfen. Mit 10 Jahren kam er zum GS Hohenholte, um mit der bekanntesten Ballsportart zu beginnen. „Fußball ist einfach prima, ich mache nichts lieber als den Ball zu führen.“. Er trainiert zwei mal in der Woche mit seiner Mannschaft und am Wochenende findet regelmäßig ein Spiel statt. Für ihn ist Fußball ein wichtiger Ausgleich zur Schule, hier kann er den ganzen Stress wegschießen. Sein Trainer ist von Kijans Qualitäten voll und ganz überzeugt, er glaubt dass in dem Junior-Talent großes Potential steckt. „Er wird immer besser.“, so der Trainer. Solche Worte freuen den 1.65cm großen Fußballer. Er ist zwar kleiner als die meisten in seiner Mannschaft, aber die Größe alleine entscheidet nicht über sein Talent, welches weit über dem Durchschnitt liegt. Er hat durch diesen Sport Freunde kennen gelernt, die für die Stärkung seines sozialen Umfeldes enorm entscheidend waren. Er hat beispielsweise über Ecken neue Leute kennen gelernt die im besten Fall zu weiteren Freunden wurden.
Jeder Mensch ist verschieden und hat verschiedene Interessen, für manche ist Sport purer Spaß und für andere eben nicht. Aber egal ob Migrant oder Einheimischer, Sport bewirkt das gleiche. Kontakte knüpfen, gemeinsam für etwas begeistern und Spaß haben.

Sport eine Integrationsmöglichkeit?

Informationen zum Beitrag

Titel
Sport eine Integrationsmöglichkeit?
Autor
Hendrik Wehmeyer, Leon Hirschberg
Schule
Schillergymnasium, Münster
Klasse
GK Deutsch von 2011/2012
Quelle
Frankurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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