Sich integrieren – nicht auffallen…

„Es ist schwierig!“  Das ist die Antwort, die viele mit Migrationshintergrund geben, wenn sie das Wort Integration hören.
So auch der 42 Jährige Türke Aykut T. aus Ammerbuch. Aykut kam mit 24 in die Bundesrepublik, ist seid 14 Jahren glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Der Schreiner  führt wie jeder andere ein ganz normales Leben, doch es war nicht immer so. Anfangs sei es sehr hart gewesen, ohne Arbeit und festen Wohnsitz hatte er nicht viel Hoffnung, was seine Zukunft angeht. „Dieses Land ist sehr gütig“, so beantwortet er die Frage,  wie er es geschafft habe.
Um sich zu integrieren müsse man einfach nur versuchen nicht aufzufallen, denn dann merke niemand, dass man eigentlich nicht dazugehört. „Es ist schwierig aber möglich.“
Dass es schwierig ist zeigen seiner Meinung nach ein sehr großer Teil der Ausländer, die es versuchen, aber ihre Wurzeln nicht vergessen möchten. Und genau das sei das Problem: Der Vater integriert sich nicht und der Sohn sieht ihn als Vorbild und macht das gleiche. Das könnte mehrere Generationen so weitergehen, glaubt Aykut. In diesem Punkt kann man ihm unserer Meinung nach nur zustimmen.
„Es wird immer besser“, antwortet der Türke, als wir fragten, wie er die Zukunft der Integration sieht. „Ihr seid ein gutes Beispiel dafür“ spricht er zu uns und beendet damit das Interview.


Von Ahmet Narsap und Egzon Bellanica
 

Informationen zum Beitrag

Titel
Sich integrieren – nicht auffallen…
Autor
Ahmet Narsap, Egzon Bellanica
Schule
Wilhelm-Schickard-Schule, Tübingen
Klasse
12 von 2011/2012
Quelle
Frankurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

Beruf und Chance

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