Deutschland. Ein Land der „Halbdeutschen“?

Ohne die Spieler mit ausländischen Wurzeln wäre Deutschland wohl lange nicht so attraktiv für ausländische Medien wie mit ihnen. Woran liegt das? Klar, durch Spieler wie Mario Gomez, Mesut Özil, Sami Khedira und früher Gerald Asamoah wird der Spielstil variabler und definitiv ansehnlicher gemacht, doch sie haben es nicht immer leicht.
 
Claudemir Jeronimo Barreto, in Deutschland unter dem Namen Cacau bekannt, ist ein Beispiel für einen Deutschen mit ausländischen Wurzeln. Er ist noch nicht lange deutscher Staatsbürger, war aber schon sehr erfolgreich mit seiner neuen Nationalmannschaft, wenn er auch nicht immer mitwirken durfte. Aber auch er hat seine Leistung beigesteuert. Neben 4 Testspieltoren hat er auch in der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ein Tor erzielt und zwar 110 Sekunden nach seiner Einwechslung.
In den deutschen Medien, aber auch an den Stammtischen, wird viel über deutsche Nationalspieler oder Bundesligaspieler mit Migrationshintergrund gesprochen. Es wird viel gelobt aber auch genug gelästert. Das wird durch die Medien ziemlich hochgeschaukelt und manchmal auch ausgebaut. Aber jeder weiß auch, dass es ohne sie wiederrum auch nicht geht.
Der momentan wohl populärste Spieler mit ausländischen Wurzeln ist zweifelsohne Mesut Özil. Er spielt mittlerweile bei Real Madrid nachdem er in Deutschland zwei Stationen, den Hamburger SV und den SV Werder Bremen, hinter sich hatte. Mit seinen technischen und spielerischen Fähigkeiten hilft er der deutschen Nationalmannschaft enorm weiter und hat wie Cacau schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 den dritten Platz erreicht. Als Sohn türkischer Einwanderer wuchs er in Gelsenkirchen auf, wo er für mehrere Gelsenkirchener Vereine spielte.
Die Regelungen bezüglich des Einsatzes von ausländischen Spielern wurden in den letzten Jahren mehrfach geändert. Um international erfolgreich zu sein kann die deutsche Nationalmannschaft nicht auf den Einsatz ausländischer Spieler verzichten. Viele von ihnen wurden schon mehrere Jahre in Deutschland beziehungsweise in deutschen Bundesligaclubs ausgebildet. Aber trotzdem dürfen sie erst mit einem deutschen Pass in der Nationalmannschaft spielen.
Laut eigenen Angaben hat Cacau – im Gegensatz zu vielen anderen Profis – bei der Einbürgerung nicht die Nationalmannschaft im Sinn gehabt, sondern wollte sich vielmehr zu seiner neuen Heimat bekennen. Außerdem sagte er, dass er sich habe adoptieren lassen und jetzt von ganzem Herzen Deutscher ist. Doch das ist er nicht erst seit seiner Einbürgerung. Er war schon 2010 als DFB-Integrationsbotschafter tätig.


Quellen: (F.A.Z, Spiegel.de und wikipedia.de)



 

Informationen zum Beitrag

Titel
Deutschland. Ein Land der „Halbdeutschen“?
Autor
The Samsung Owners
Schule
Gymnasium im Alfred-Grosser-Schulzentrum, Bad Bergzabern
Klasse
9c von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

Beruf und Chance

Zeitungszustellung während des Projekts

Probleme bei der projektbezogenen Zeitungslieferung?
Wenden Sie sich unter Angabe Ihrer Auftragsnummer per E-Mail oder per Fax an:vertrieb@faz.de
069-7591-2180