„Einmal Integration, Bitte!“

„Einmal  Integration, Bitte!“

„Alles drauf?“ ist wohl der Satz, den man als Standardsatz  eines jeden ‚Dönermannes’ vermuten würde. Der türkische Schnellimbissbesitzer sagt jedoch tagtäglich noch viel mehr als das. „Nach Deutschland auszuwandern war der richtige Schritt!“ So sagte er, der mit seiner Familie nach Deutschland immigriert ist. Er fühlt sich in einem sozialen Umfeld wohl und fühlt sich auch integriert „Ich unternehme auch privat viel etwas mit Deutschen und bin auch in einem deutschen Sportverein!“ Neben ihm selbst arbeitet auch unter anderem seine eigene Verwandtschaft in seinem Schnellimbiss, somit ist alles daran gesetzt, das Geschäft normal fortzuführen, auch wenn einmal jemand erkrankt ist, und sich der Dönerspieß Tag für Tag weiter freudig um sich selbst dreht.  

„Einmal  Integration, Bitte!“

„Das Geschäft läuft auch in der letzen Zeit richtig gut!“ erzählt der schwarzhaarige Südländer freudig. „Ich habe heute schon an mehr als 10 Leute Döner verkauft!“ Umfragen zeigen: Der Döner hat die typisch deutsche Currywurst überholt. Denn wenn n Deutschland eine Currywurst verkauft wird, werden gleichzeitig in etwa 100 Döner verzehrt. Das merkt auch Ahmed A. laut eigenen Angaben, dessen Kunden nun längst nicht mehr nur Immigranten sondern schon fast mehr Deutsche sind, die einfach Wert auf qualitativ hochwertiges Fastfood legen.
Obwohl die angebliche Erfindung des Döners in Berlin (1971) erst etwa 40 Jahre zurückliegt wird der Döner in vielen Ländern oft mit örtlichen Spezialitäten verfeinert.
„Den Döner bereiten wir hier auch mit frischen, deutschen Lebensmitteln zu!“
erzählt er uns, während er den frischen Salat mit Tomaten und Gurken  in das kross gebackene Fladenbrot legt. Der Imbissbesitzer bietet neben ausländischem Essen wie Döner und Pizza, auch typisch deutsche Gerichte wie Currywurst und Pommes
In seinem Geschäft gibt es neben der üblichen Theke, dem Kühlschrank und den Sitzgelegenheiten auch noch einen Fernsehen, der zum weiteren verweilen einlädt.
Dass es beim Döner auch um Integration geht, ist für viele zweifelhaft,
jedoch für die, die in der Branche arbeiten, keine Frage. Sein Schnellimbiss bietet ihm und 3 weiteren Immigranten einen Arbeitsplatz und die Möglichkeit sich durch den Kundenkontakt zu integrieren  Ahmed A. ist der Meinung, dass der Döner sowohl für die Leute, die nach Deutschland immigrieren und hier einen Schnellimbiss eröffnen, als auch für jene, die das Vergnügen haben, den Döner zu genießen, eine gute Sache ist.
Viele Deutsche sind der Meinung, dass es den Migranten egal ist, ob sie sich auch außerhalb ihres Geschäftes gut mit Deutschen unterhalten können. Doch dem ist laut Ahmed A. nicht so. „Gut deutsch zu sprechen ist sehr wichtig in meinem Beruf, und auch, um gut integriert zu werden“. Diese Meinung wird von der im Auftrag von RTL durchgeführten repräsentativen Forsa-Umfrage bestätigt: 93% der Bundesbürger sind der Meinung, dass es unbedingt notwendig ist, als Migrant in Deutschland, fließend deutsch zu sprechen.

„Einmal  Integration, Bitte!“

Informationen zum Beitrag

Titel
„Einmal Integration, Bitte!“
Autor
keine Angabe
Schule
Schillergymnasium, Münster
Klasse
GK Deutsch von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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