Migration in Deutschland

Julia Günzler

Deutschland ist die bevölkerungsreichste Nation der Europäischen Union, modern und weltoffen. Man hat ja schließlich etwas gutzumachen. Hier trifft sich eine Gesellschaft die geprägt ist durch verschiedenste Kulturen und Lebensstilen.
Kulturen zu erfahren, mit ihnen zu leben, und sie mit der Zeit zu vermischen, ist eigentlich unausweichlich.
Migration begegnet und also eigentlich überall. Und wenn man sich umschaut merkt man dies auch. Pizzabuden und Döner sind an jeder Straßenecke zu finden (wobei der Döner zwar in Berlin erfunden worden ist, allerdings von dem Türken Mehmet Aygün), schaltet man den Fernseher an, strahlt einem der türkischstämmige Comedian Kaya Yanar oder der Deutschtürke Bülent Ceylan entgegen. Und auch in der Politik sieht man Migration und Integration, zum Beispiel im Baden-württembergischen Landtag wo erst kürzlich die türkischstämmige Bilkay Öney ins Kabinett als Integrationsministerin eingezogen ist. Die Offenheit gegenüber Migration und die Möglichkeit zur Integration ist also eine unabdingbare Verhaltensweise. Dennoch klingt eine multikulturelle integrierte Gesellschaft fast wie eine Utopie. Vorraussetzungen dafür wären einerseits, Offenheit und Chancengleichheit von jedem (Man betrachte hier die Bildungs-, und Arbeitschancen für ausländische Mitbürger), andererseits den Willen zur Integration und ausreichende Sprachkenntnisse.
Eine multikulturelle Gesellschaft zeichnet sich auch durch formale, also politische Gleichberechtigung aus, dazu gehört das politische Mitspracherecht wofür eine Einbürgerung, also die deutsche Staatsbürgerschaft unverzichtbar ist. Der Einbürgerungstest ist jedoch mit großen Schwierigkeiten verbunden, und stellt oft auch eine Herausforderung für deutsche Staatsbürger dar.

Wenn man nun aber Migration im kleineren Kreis betrachtet, zum Beispiel in einer Schule, merkt man, wie viele Schüler und Schülerinnen deren Familien Migrationshintergrund haben, sich gut in die „Gruppe“ integriert haben. Man sieht also, dass die 2./3. Generation nach den Einwandererfamilien keine großen Probleme haben sich zu integrieren. Wächst man also in Deutschland auf, so haben die meisten ausländischen Kinder und Jugendliche gute bis sehr gute Sprachkenntnisse. Ja gerade das zweisprachige Aufwachsen (beispielsweise deutsch und türkisch) kann oft auch Vorteile bieten, wie zum Beispiel weniger große Schwierigkeiten beim Erlernen einer dritten Fremdsprache.

 Für Deutschlands Zukunft lässt sich also sagen, dass schon viel im Thema Migration gemacht wird, ganz klar muss die Politik aber für noch bessere Integrationschancen sorgen. Die Bevölkerung muss ein Bewusstsein der Problematik entwickeln.
Dabei aber nicht zu ernst zu bleiben, sonder einfach mit der anderen Kultur zu leben ist wichtig. Kaya Yanar und Bülent Celyan machen es vor.
 

Informationen zum Beitrag

Titel
Migration in Deutschland
Autor
Julia Günzler
Schule
Wilhelm-Schickard-Schule, Tübingen
Klasse
12 von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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