kein Titel

kein Titel


Für viele Migranten ist die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt schwierig, so auch wie bei dem 41 Jährigen türkischen Familienvater Murat*.
„Ich lebe seit neun Jahren hier in Deutschland und fühle mich hier sehr wohl“
Er und seine Familie leben nun seit 9 Jahren in Deutschland und seit dem hat er hier viel erlebt. Er wohnt in Coerde, einem Stadttteil von Münster, welches typisch für Migration ist.
 “Ich habe schon viel erlebt, bezogen auf Rassismus. Es war nicht immer leicht. Ich habe mich wirklich angestrengt. Es war schwer, die Sprache zu lernen. Alles war schwer.“
Das schien es wirklich gewesen zu sein. Es war wirklich schwer war für ihn, als gelernter EDV Meister hier in Deutschland einen Job zu finden, da er die Sprache nicht beherrschte. Er wurde beim Bewerbungsgespräch oft schief angeguckt, als er sich mit seinem türkischen Dialekt vorstellte. Oft wusste er schon am Anfang, dass er nicht aufgenommen werden würde. Doch dann fand er einen Job als EDV Verwalter bei einem führenden deutschen IT-Dienstleistungsunternehmen, dort arbeitet er  nun schon seit 8 Jahren.
Er wurde in verschiedenen Fällen schief angeguckt, wegen seiner Hautfarbe. Auf die Frage „Warum?“ antwortete er: „Ich denke, es liegt daran, dass sie es für etwas unnormales halten, weil ich anders bin, als sie. Mich haben die Blicke nie gestört, es war mir klar, dass es so ablaufen würde, wenn wir nach Deutschland kommen würden. Meine Tochter hatte es leichter.“
Seine Tochter ist 15 Jahre alt und geht auf ein städtisches Gymnasium: „Ich hoffe sie wird nie die Probleme haben, wie ich..“
 „Ich habe hier schnell Freunde gefunden und mich integriert. Viele andere Türken in meinem Alter machen das anders. Sie bleiben lieber unter ihren Verwandten oder Freunden, welche ebenfalls aus der Türkei kommen. Doch das genau sollten sie nicht tun. Sie sprechen dabei meist türkisch und später beherrschen sie dadurch die deutsche Sprache nicht richtig. Wodurch es im späteren Leben schwieriger für sie sein wird, in der Schule zu bestehen oder einen Job zu finden, der eine gute Aussicht auf Karriere gewährt.“, erzählte die Tochter von Murat*.
Von 1000 Beschäftigten in Deutschland sind 10 % Migranten. Der Familienvater hat dafür eine einfache Theorie: „Das danken der Arbeitgeber richtet sich nicht den Referenzen, die der Bewerber mitbringt, sondern es geht um den Charakter, um die Art und um die Hautfarbe.“ Tatsächlich stimmt es, was Murat* da behauptete: eine Studie hat bewiesen das Arbeitgeber viel oberflächlicher sind, als es scheint.
„Ich habe mich bei einem städtischen Technik-Geschäft beworben, neben mir waren 2 Mitbewerber, die nicht die Erfahrung und nicht die Ahnung, wie ich hatten, doch einer der beiden wurde genommen. Es war ein herber Rückschlag für mich, doch ich habe daraus gelernt. Der Arbeitgeber des Technik-Geschäfts nannte mir keinen Grund, er hat gesagt, dass ich keine Chance auf den Job hatte und mich dann Nett, aber betont verabschiedet. Eine Unverschämtheit, dachte ich mir, doch ich habe daraus gelernt und nun bin ich zufrieden mit meinem Job und habe Spaß an meinem Job, mehr Spaß als ich vielleicht in dem Technik-Geschäft gehabt hätte.“
Er zog danach einen Schlussstrich und erklärte, dass er der Meinung sei, dass sich die Migration nach Deutschland gelohnt hätte und auch, dass man in Kauf nimmt seine Familie weniger zu sehen, hat man dennoch einen höhern Lebensstandard und man hat ja seine eigene Familie vor Ort. Er denkt oft an sein altes Zuhause, so berichtet er, aber den Gedanken zurückzuziehen, hat er nie.

Patick Cilensek
 

kein Titel

Informationen zum Beitrag

Titel
kein Titel
Autor
Patick Cilensek
Schule
Schillergymnasium, Münster
Klasse
GK Deutsch von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

Beruf und Chance

Zeitungszustellung während des Projekts

Probleme bei der projektbezogenen Zeitungslieferung?
Wenden Sie sich unter Angabe Ihrer Auftragsnummer per E-Mail oder per Fax an:vertrieb@faz.de
069-7591-2180