Viele Diskussionen, wenig Genaues, kaum Lösungen, die einst erhoffte Immigration als Lösung für den Fachkräftemangel in Deutschland scheint laut Statistiken nicht
erfolgreich zu sein.
13,8% der Erwerbsfähigen Ausländer gehen laut Statistik vom 10/2011 der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Deutschland keinem Beruf nach. Im Vergleich zu den Deutschen ist die Arbeitslosenquote mehr als doppelt so hoch (5,9%).
Aber welche Ursachen hat das Phänomen?
Es liegt auf der Hand, dass die fehlenden Deutschsprachkenntnisse zu einer hohen Arbeitslosigkeit unter Ausländern führen. Laut Statistiken der IAB wird deutlich, dass nicht deutschsprachige Haushalte deutlich weniger Bereitschaft zeigen aktiv Arbeit zu suchen. Unserer Meinung nach liegt es daran, dass viele einfach die Stellenangebote etc. in der Zeitung nur teilweise oder gar nicht verstehen. Sicher liegt es auch an Vorurteilen unseren ausländischen Mitbürger gegenüber, denn viele Arbeitgeber nehmen von vornerein keine Ausländer, da sie aufgrund von sprachlicher Defizite Bedenken haben. Zu den Vorurteilen über Ausländern gehört auch die Meinung, dass sie häufig im Vergleich zu den Deutschen unterqualifiziert sind. Das Bremer Institut für Arbeitsmarkt Forschung bestätigt allerdings: 60% der Ausländer haben einen Hauptschulabschluss oder nicht einmal diesen, daraus resultiert eine geringerer Anteil ausländischer Auszubildender. Unserer Meinung nach liegt das auch an dem oben gennannten Punkt der schlechten Sprachkenntnisse.
Leicht könnte die Meinung aufkommen, dass Ausländer deshalb unser Sozialsystem belasten. Doch es ist Vorsicht geboten! Wider Erwarten tragen Ausländer mehr zur Finanzierung des Sozialsystems bei als sie dieses kosten. Das liegt vor allem daran, dass viele der Ausländer erst mit ungefähr 25 Jahren nach Deutschland einwandern und so direkt in das Sozialsystem einzahlen.
Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Handelsblatt, Zeit, IAB
© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2013