Migration - Der Anfang ist eine schwere Zeit

Von Denis Kosciuk,Tugay Yelmen,Darja Krongardt,Ceren Dogan und Derya Cira.Klasse 9c Gymnasium Spaichingen,Fach Deutsch,Teamname:D.T.C.D.D. Dezember 2011

„Wir brauchten viel Zeit und Mut, uns zu entscheiden nach Deutschland zu ziehen, aber nach langen Überlegungen hatten wir uns darauf geeinigt, es zu probieren'', berichtete uns Natalia K.., eine Einwanderin aus Russland. Sie und ihre Familie sind 2003 nach Deutschland gezogen. Eine elfköpfige Familie: Natalia, ihr Mann Andrej,  die beiden Kinder, die Großeltern mit dem jüngeren Bruder von Andrej, Wladimir, und dem ältere Bruder Cornelius mit seiner Frau Marina und den zwei Kindern.

,,Acht Jahre ist es jetzt her, seit wir vom Bruder meines Schwiegervaters Andreas eine Einladung bekommen hatten. Er forderte uns auf, so wie der Rest der Familie es zuvor auch getan hatte, nach Deutschland zu ziehen.

Wir verkaufte daraufhin unser Haus, verschenkten unsere Möbel, packten unsere Sachen und dann ging es schon los’’, erzählt uns Natalia.
 
Eine dreitägige Busfahrt von Salsk,(Russland) über die Ukraine und Polen nach Hannover in Deutschland und ein ganz neues Leben stand nun der gesamten Familie bevor.

Denn es galt, viele Hürden zu überwinden: Man musste sich in die Gesellschaft eingliedern. Die Kinder wie auch die Erwachsenen lernten nun Deutsch. „Den Kindern fiel es viel leichter, sich an die neue Sprache zu gewöhnen, da sie ja alle in die Schule oder in den Kindergarten gingen. Bei den Erwachsenen war dies ein etwas größeres Problem, denn jetzt waren sie alle arbeitslos. Mein Mann hielt es kaum aus ohne Arbeit, das ständige Herumsitzen und Nichtstun konnte er nicht ertragen, denn er war es gewohnt, viel und hart zu arbeiten. Aber nach einiger Zeit fand er eine Arbeit und wir konnten endlich aus diesem kleinen Zwischenlager ausziehen, welches uns allen als Unterkunft zugewiesen wurde, nachdem wir nach Deutschland kamen.

Jetzt, nach acht Jahren ,,deutschen Lebens’’, ist Deutschland unsere zweite Heimat geworden. Alle haben sich hier nun gut eingelebt und begonnen, ein neues und viel einfacheres Leben zu leben ohne die ständige Angst, die eigene Familie nicht versorgen und den Kindern keine gute Zukunft sichern zu können“, berichtet uns Natalia K.
 
 

Migration - Der Anfang ist eine schwere Zeit

Informationen zum Beitrag

Titel
Migration - Der Anfang ist eine schwere Zeit
Autor
Denis Kosciuk,Tugay Yelmen,Darja Krongardt,Ceren Dogan, Derya Cira
Schule
Gymnasium Spaichingen, Spaichingen
Klasse
9c von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

Beruf und Chance

Zeitungszustellung während des Projekts

Probleme bei der projektbezogenen Zeitungslieferung?
Wenden Sie sich unter Angabe Ihrer Auftragsnummer per E-Mail oder per Fax an:vertrieb@faz.de
069-7591-2180