Hilfe für kolumbianische Kinder

Viele Menschen aus armen Ländern sind auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Ihnen fehlen teilweise schon die für uns selbstverständlichsten Grundbedürfnisse um zu Leben. Wie zum Beispiel ein Haus, Nahrungsmittel oder auch Medizin. Dieses ist zum Beispiel in dem südamerikanischen Land Kolumbien der Fall.

Hilfe für kolumbianische Kinder

Diese Menschen leben in den für uns, so genannten „Slums“, wo sie sich notbedürftig ein Haus aus Brettern und Müll zusammenbauen. Als Dach dient ein Wellblech. Verglichen mit unserem Lebensstil, ist die Differenz zwischen den Lebensverhältnissen extrem.
Ich und meine Eltern haben ein Kind aus Kolumbien, Cartagena adoptiert. Cartagena ist eine Urlaubsstadt mit etwa 4 Millionen Einwohnern. Die Eindrücke die man bei so einer Adoption gewinnt, sind stellenweise schockierend. Während die Reichen ihr Leben in Glamour und Luxus genießen, verhungern ungefähr ein Kilometer entfernt viele  Menschen, darunter auch Kinder. Cartagena ist in 2 Gebiete eingeteilt. Auf der einen Seite, Bocagrande, was so viel heißt wie „großer Mund“, wo man die Skyline aus Hochhäusern und Villen schon aus der Weite gut betrachten kann. Und auf der anderen Seite, das Gebiet das den Berg „la Popa“ umgibt,  wo man egal wohin man schaut nur die Hütten der Armen sieht.
 Der gravierende Unterschied wird einem mehr und mehr klar, je näher man den Slums kommt. Ich hatte das Glück in einen Slum hineinzukommen, wo sich sonst, kein Taxifahrer hintraut. Dort, muss man dann erkennen, dass die Reichen es für die beste Idee halten den Armen eine Kirche mit Plastikstühlen mitten in den Slum zu stellen.
Es gibt viele Menschen die das Glück haben, dass ihnen von einer Stiftung geholfen wird, aber die, denen dieses Glück versagt bleibt, kämpfen Tag für Tag um ihr Leben und um das Überleben ihrer Familie.
Mein Bruder Ricardo, war eines der Kinder aus den Slums. Er wurde mit 14 Monaten und 6 Kilo, das heißt mit sehr starker Rachitis ins Krankenhaus eingeliefert.
Nun ist er ein fröhliches Kind und lacht und weint, und spielt und lebt wie ein anderes auch. Niemand könnte darauf schließen dass es ihm einmal so schlecht ging.
Alles was wir sahen, prägte unsere Entscheidung, dass wir diesen Menschen helfen wollten mehr und mehr, bis wir endlich unsere eigene Stiftung „Schuhmuckl“ aufgebaut haben. Wir unterstützen die Menschen, soweit es uns möglich ist, aber doch kann man nicht allen Menschen Hilfe leisten.
Es sind auch schon viele Prominente auf das Leid in diesen Ländern aufmerksam geworden, wie zum Beispiel die aus Kolumbien stammende Shakira, welche auch schon mehrere Schulen aufgebaut hat.
Somit ist eine Adoption eine, zwar sehr zeitraubende, aber auch gute Sache um anderen Menschen eine Zukunft zu gewähren.  Es ist wichtig dass man sich darüber im Klaren ist, wie gut man es hat, und dass andere Menschen es sich nur wünschen können, so zu leben wie wir.


http://www.schuhmuckl-ev.de/index.php


Lea Schuhmacher, Annika Riester
Kristina Arnone, Steffen Dewert 

Hilfe für kolumbianische Kinder

Informationen zum Beitrag

Titel
Hilfe für kolumbianische Kinder
Autor
Lea Schuhmacher, Annika Riester, Kristina Arnone, Steffen Dewert
Schule
Gymnasium Spaichingen, Spaichingen
Klasse
9c von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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