Moscheen in Hamburg

Moscheen in Hamburg

Es ist der 9. August 2010 mehrere Streifenwagen sammeln sich vor der AL-QUDS Moschee im Stadtteil  St.Georg. Der Bundesverfassungsschutz hat die Moschee seit längerem im Visier und hat mit der Polizei an diesem Tag zugeschlagen, es werden Rechner beschlagnahmt und die Moschee wird endgültig geschlossen. Ich habe mich mit Sayfullah G. getroffen in Steindamm bei Mr. Simit einen kleinen Backwarenladen. Ich habe ihn begrüßt und wir haben uns einen Türkischen Tee bestellt und zu Tisch gesetzt. Sayfullah G. berichtet: „ Die Schließung der Moschee ist unnötig gewesen“. Wir bekommen unseren Tee, Sayfullah G.  nimmt einen Schluck. Er berichtet weiter: „Schwarze Schafe gibt es überall  nur weil welche in unserer Moschee waren die Anschläge verübten, ist ein Gebetsort nichts Schlimmes! Sondern die Menschen sind es, wir Muslime verurteilen die Anschläge vom 11 September  2001 aufs schärfste“. Wir haben unseren Tee ausgetrunken, ich habe mich verabschiedet wir lächeln und reichen uns die Hand und ich habe den Laden verlassen.
Ich habe mich einige Tage später mich mit Said K. in Steindamm  getroffen in der AL Nour Moschee. Ich stehe vor der Moschee  und betrete sie es führen kleine Treppen nach oben dort sind die Plätze zur Gebetswaschung. Ich gehe die Treppe runter zum Gebetsraum, auf einer Säule steht das man die Schuhe ausziehen muss. ich ziehe die Schuhe aus stelle sie ins Regal und ich sehe den Imam vorbeten es herrscht eine Stimmung der Demut, das Gebet verlief auf arabisch manche weinen beim beten. Ich sehe zu meiner linken   ein längliches Regal mit Islamischen Büchern. Die Leute umarmten sich nach dem Gebet, es war eine warme brüderliche Stimmung. Ich sehe Said K.  aus dem braunen ausgelegten Teppich beim Bücherregal sitzen. Ich begrüße ihn und setzte mich zu ihm. Ich frage ihn was ist besonders an dieser Moschee? er erwidert: „ Das schöne hier ist, dass wir so Multikulti sind es kommen Araber, Griechen, Deutsche, Tschetschenien, Algerier, Tunesier, Pakistaner, Polen, Türken Nigerianer, Somalier, Holländer, aus dem Kongo und einen Koreaner und wir kommen wunderbar zurecht miteinander, erzählt er stolz“. „ Es ist schlimm, dass die Medien uns immer als Terroristen darstellen mit langen Bärten und unsere Frauen an die Heizung ketten in der Toilette“. Ich habe gemerkt das Said.K sehr betroffen war was sie Einstellung der Medien angeht.  Er sagte: „ Wie kann der Islam so schlecht sein wenn die Zahl der Konvertierungen weltweit steigt. Und viele Muslime in Deutschland ein normales Leben führen, hier Leben hier Arbeiten oder zur Schule gehen das ist doch Schizophren es herrscht eine Islamophobie gegen die wir uns ständig verteidigen müssen“. Ich habe mich bei Said.K bedankt und verabschiedet. Er umarmte mich und ich habe die Moschee verlassen.
Eine Woche später bin ich unterwegs zur Imam Ali Moschee sie liegt an der Alster der Straße schöne Aussicht eine wunderschöne Moschee.  Vor der Moschee ist ein  Springbrunnen, zwei Minaretten, ein großes Tor und auf dem Dach der Moschee ist eine Kuppel mit einem Allah Zeichen drauf. Die Minaretten und die Kuppel haben eine türkise Farbe. Ich habe mir durch einen Seiteneingang Zugang zur Moschee verschafft, ich sehe einen Waschraum für Frauen und einen für die Männer. Es gibt zwei Treppen die in einen Raum führen wo der Imam seine Vorträge hält, mit einem Podest und einen aufgestellten Mikrophon. Ich sehe eine weitere Tür, vor der Tür steht Schuhe bitte ausziehen, ich ziehe meine Schuhe aus und lege sie ins Schuhregal. Ich sehe Bilder mit arabischen Versen die vergoldet sind. Ich gehe durch die Tür und betret den Gebetsraum, der Atem ist mir stehen geblieben unter der Kuppel ein schöner Kronleuchter, der Gebetsteppich ist blau weiß, am Kuppelrand Koranverse auf Arabisch und drunter in Deutsch übersetzt ausgeschmückt aus kleinen Mosaik Kacheln, Bücherregalen und Ständern wo Gebetsketten hängen. Ich sehe einen alten Mann sitzen und geselle mich zu ihm und frage ihn wie er heißt er antwortet: „  Hassan R.“ Ich begrüße ihn, wir kommen ins Gespräch und ich frage ihn was so besonders an der Moschee ist, er antwortet: „ Alle Gebetshäuser sind ein Segen, aber diese Moschee ist mit Abstand die schönste aus ganz Hamburg“. Und lächelt dabei. Hassan R. sagt: „ Wir sind so viele Nationalitäten hier wir haben Leute aus dem Irak, Iran, Libanon, Palästina, Syrien, Bahrain und auch Deutsche“, erzählt er stolz. Ich frage Hassan R. wie sich die Moscheen finanzieren Hassan R. erwiderte: „ Die meisten Moscheen Finanziren sich durch Spenden und sind darauf angewiesen aber der Iran unterstütz diese Moschee und das ist auch gut so. Es gibt ein Gefühl der Heimat, den in unseren  Heimatländern haben wir auch schöne Moscheen warum nicht hier wenn es uns besser hier leben lässt“. Ich frage Hassan R. was die Moscheen gegen die Angst vor dem Islam tun er erzählt: „ Es gibt einmal im Jahr den Tag der Offenen Moschee und es gibt in den Moscheen regelmäßig Vorträge wo auch nicht Muslime teilnehmen können“, die Leute sollten sich mehr trauen wir beißen ja nicht.“ Hassan lacht ich bedanke mich bei Hassan R. und Verabschiede mich von ihm er nimmt mich Herzhaft in den Arm  und freut sich auf ein Wiedersehen. Die Menschen sollten sich ihr eigenes Bild von den Moscheen zu machen und sich nichts von den Medien vor projizieren zu lassen, sondern selber den Schritt in eins dieser Gotteshäuser zu wagen.

Quellen: Sayfullah G. ,Said K. und Hassan R.

Moscheen in Hamburg

Informationen zum Beitrag

Titel
Moscheen in Hamburg
Autor
Sayfullah G. , Said K., Hassan R.
Schule
Staatliche Schule Gesundheitspflege W1, Hamburg
Klasse
FOS 11-1 von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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