Shell der Umweltschreck

Nigeria ist eines der größten Öl- und Gasförderländer weltweit. Die dort fördernde Firma ist Shell. Shell baut seit knapp mehr als 50 Jahren im Nigerdelta Öl ab. Jedoch kommt es seit mehr als 20 Jahren immer wieder zu Aufständen im Land. Die Menschen klagen über schwere Umweltverschmutzungen durch Lecks in Pipelines.

Bis heute sind mehr als 1,5 Millionen Tonnen Rohöl aus dem Pipelines ausgetreten. Diese 1,5 Millionen Tonnen Rohöl verpesten die gesamte Umwelt vom Nigerdelta. Somit ist die Lebensgrundlage von vielen Bauern und Fischern bedroht. Da sie sich das natürlich nicht gefallen lassen wollten, erhoben sie Anklage gegen den Ölkonzern Shell. Seit 5 Jahren kämpfen die Bauer aus Nigeria um Schadensersatz, da sie behaupten, dass Shell-Nigeria Mangel an Pipelinereparaturen vorzuweisen hat und sich nicht um die Sicherheiten vor Ort kümmern. Shell weißt diese Behauptungen zurück. "Durchschnittlich 74 Prozent der Ölleckagen aus SPDC-Anlagen bzw. 73 Prozent des insgesamt im Delta ausgetretenen Öls waren während der vergangenen fünf Jahre (2007 bis 2011) die Folge von Sabotageakten." (Zitat von Shell).

Laut Shell gibt es in Nigeria "Unternehmen" die das Öl von Shell abzapfen um selbst damit Geld zu verdienen. Shell entschuldigt sich jedoch für die schlechten Reparaturen die es vielleicht vor Ort gibt. Der britisch-niederländische Konzern Shell möchte sich trotzdem nicht für die Fehler seiner Tochtergesellschaft verantwortlich fühlen, da die Tochtergesellschaft dafür aufkommen muss und Shell damit nichts zu tun hat.
 
 Jedoch hat das Gericht anders entschieden: Shell soll für diese Ölpest Schadensersatz zahlen. Die Höhe des Schadensersatzes wird in weiteren Verfahren noch geklärt. Dieser Kampf gegen Shell wird oft auch als Kampf David gegen Goliath bezeichnet.
 
 Damit ist das Umweltproblem jedoch nicht ungeschehen gemacht. Das Land braucht weiterhin eine Säuberung. "Die Uno hatte 2011 erklärt, die Säuberung der Region Ogoniland könne möglicherweise die umfangreichste und längste Reinigungsaktion aller Zeiten werden" so die Süddeutsche Zeitung.
 
 Die Entschädigung wird den Bauern jedoch nicht viel helfen, da das ganze Öl schädlich für die Menschen selbst ist. Dort herrscht ein stark erhöhtes Krebsrisiko.
 
 Zusammenfassend ist zu sagen, dass es noch genug Streit um das Thema geben wird. Es ist noch nicht ganz klar wie viel Shell bezahlen wird  und ob Nigeria gereinigt wird.
 

Informationen zum Beitrag

Titel
Shell der Umweltschreck
Autor
Dana-Lee Brauer und Christoph Schröter
Schule
Georg-Cantor-Gymnasium, Halle
Klasse
Wahlobligatorischer Unterricht Biologie Klasse 9 von 2012/2013
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Jugend recherchiert 2012
Kategorie
Print

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