Alles Gute kommt von oben!

Erneuerbare Energien spielen eine große Rolle im Kampf gegen die globale Erderwärmung. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten deutschen Endenergie wuchs in den letzten 20 Jahren auf knappe 24% an, wovon die Photovoltaik etwa 6% einnimmt, nur knapp hinter der Windenergie, die mit ca. 8% an der Spitze steht. Unter Photovoltaik versteht man die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom.

Auch die Politik erkannte die Bedeutung der Photovoltaik, so dass sie den Bau der Anlagen intensiv förderten. Jedoch führte dies dazu, dass sich zu viele Personen eine Anlage auf das Dach bauen ließen. So mussten schon am 9.3.12 die Subventionen gekürzt werden. "Trotzdem lohnt es sich für den privaten Haushalt immer noch sich eine Anlage aufs Dach bauen zu lassen.", so Helmut Gosejohann, einer der führenden Unternehmer aus Recke, der sich seit Jahren intensiv mit dem Bau der Anlagen beschäftigt. "Denn bei ständig steigenden Strompreisen rechnet es sich, seine eigene Energie herzustellen". Jedoch heißt dies nicht, dass eine Photovoltaikanlage für Jeden sinnvoll ist, denn um Energie herzustellen muss man auf verschiedene Dinge achten, wie z.B. die Ausrichtung und Neigung des Daches. Zudem hängt die Größe und dementsprechend die Kosten einer solchen Anlage vom eigenen Stromverbrauch ab, denn der Strom, den man nicht nutzt, wird ins Stromnetz eingespeist. Zum aktuellen Zeitpunkt bekommt man zwar noch 17 Cent pro Kilowattstunde, jedoch sieht die Politik vor, nach Beschluss der CDU, die Subventionen weiter zu kürzen. Der Trend zeigt, dass zunehmend auf Batteriespeicherung, d.h. das Speichern der überschüssigen Energie in einer Batterie,  gesetzt wird, um den Bedarf an nicht-sonnigen Tagen decken zu können.

"Aufgrund der Subventionskürzung müssen die Kunden zwar viel Geld ausgeben, jedoch rentiert sich dies nach etwa 10 Jahren, denn die Strompreise werden weiterhin ansteigen", erklärte Helmut Gosejohann.

Betrachtet man aber nun die Effizienz einer solchen Photovoltaikanlage als Mittel gegen die globale Erderwärmung, so lautet das hartnäckigste Vorurteil, dass der Aufwand für die Herstellung einer Solarzelle größer sei, als die Energie, die sie erzeugen würde. Auf diese Aussage äußert sich die Hochschule Aalen folgendermaßen: "Auf Grund der immer besser werdenden Herstellungsmöglichkeiten, verbessern sich die Werte Jahr für Jahr und liegen momentan bei 2 ½ bis 6 Jahren, je nach Zellentyp, was die Rücklaufzeit angeht."

So schonen die Photovoltaikanlagen nicht nur den Geldbeutel, sondern sind auch energetisch sinnvoll, um die Erderwärmung zu stoppen und ein Leben für die nachfolgenden Generationen zu sichern.
 

Informationen zum Beitrag

Titel
Alles Gute kommt von oben!
Autor
Jakob Bolte
Schule
Ursulaschule, Osnabrück
Klasse
Politikkurs Stufe 12 von 2012/2013
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Jugend recherchiert 2012
Kategorie
Print

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