Energiesparen im Alltag

Der Aspekt des Energiesparens geht einher mit dem Nutzen der erneuerbaren Energien und für diese setzt sich die Stadt Osnabrück seit vielen Jahren öffentlich ein. Sie ist dem Klima-Bündnis europäischer Städte und Gemeinden beigetreten und hat sich somit verpflichtet, das Weltklima zu schützen. Durch Wind-, Wasser- und Sonnenkraft  fließen in einem Jahr über 8 Millionen Kilowattstunden regenerativer Strom in das Netz der Stadt mit ein. Jetzt fragen sich sicherlich viele, wie kann unsere Stadt alleine und besonders, wie kann ich als einzelner Bürger denn die Welt verändern? Aber genau so geht es. Jeder von uns kann einen kleinen Schritt wagen und schon kommen große Steine ins Rollen.

Das Sparen an Energie in jedem noch so kleinen Haushalt hilft der Welt und verbessert sie ein Stück weit. Wenn nun also möglichst viele Bürger aktiv werden, kann man schnell nennenswerte Erfolge im Klimaschutz verzeichnen. In unserer Friedensstadt ist die Bereitschaft etwas dafür zu tun offensichtlich vorhanden. "Immer häufiger wenden sich ratsuchende Bürger an die Stadtverwaltung, um sich über ökologisches Bauen, Energiesparmöglichkeiten und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten zu informieren", so Oberbürgermeister Boris Pistorius.

Mit einfachen aber wichtigen Tipps kann es noch mehr Bürgern gelingen, Energie zu sparen.

Besonders im Haushalt gibt es viele Möglichkeiten zu agieren und dabei muss nicht unbedingt auf Modernisierung oder einen Neubau zurückgegriffen werden, obwohl so natürlich Energiesparen einfach und effizient geschehen kann. Wenn dies finanziell oder aus anderen Gründen nicht möglich ist (und auch wenn doch) sollte man seine produzierte Energie clever nutzen. Frau Westendorf von den GRÜNEN macht im Gespräch über dieses Thema deutlich, dass "das Austauschen der Glühlampen durch LED-Lampen oder Energiesparlampen ein guter Anfang ist aber viele weitere, einfache Mittel uns gegeben sind." Und dafür muss man seine Lebensgewohnheiten auch nicht großartig ändern. Oder schadet es Ihnen, zum Beispiel Ladegeräte nach dem Verbrauch vom Netz zu trennen, TV und PC an eine Steckerleiste mit Schalter anzubinden und diesen Schalter zu betätigen, Zeitschaltuhren einzubauen oder etwa den Fernseher komplett(!) auszuschalten, wenn eh nichts Interessantes läuft?

115 Euro im Jahr kostet Sie der Stand-by-Betrieb sämtlicher Geräte. Dieses Geld können Sie doch sicherlich für etwas anderes gebrauchen, oder? "Und führen Sie sich mal vor Augen, dass wenn jeder seine Stand-by-Anlagen ausmachen würde, ein Atomkraftwerk weniger betrieben werden müsse", betont Frau Westendorf. Und damit nicht genug. In der Küche ist es hilfreich die Töpfe auf passende Kochplatten zu stellen und mit passendem Deckel zu kochen, damit keine Energie verloren geht. Außerdem sollte Ihr Kühlschrank nicht neben einem Heizkörper o.ä. stehen und Sie sollten diesen regelmäßig abtauen. Stellen Sie die Waschmaschine nur an, wenn sie voll ist und wählen Sie die kleinstmögliche Temperaturstufe. Ziehen Sie vielleicht mal einen dicken Pulli an, anstatt die Heizung hochzudrehen, denn schon ein Grad weniger spart 6% der Heizkosten. Und stellen Sie keine Möbel vor Ihre Heizkörper.

Für frische Luft in der Wohnung empfiehlt sich Stoßlüften und es ist natürlich günstiger die Vorhänge vor den Fenstern aufzuziehen, als den Lichtschalter zu kippen. Und auch für Autofahrer gibt es genügend Wege Sprit zu sparen. Achten Sie auf den richtigen Reifendruck, durch den Sie bis zu 5% des Spritverbrauches einsparen können, schmeißen Sie alle unnötigen Lasten aus dem Auto, stellen Sie den Motor bei langen Rot-Phasen an der Ampel ab, schalten Sie so früh wie möglich in einen höheren Gang und fahren Sie vorausschauend, um ständiges Anfahren und Abbremsen zu vermeiden. Alle diese Ratschläge hat jeder sicher schon einmal gehört, doch das reicht nicht. "Experten fordern mehr Anstrengungen, um das Energiesparen in Gebäuden zu verbessern, wo 40 Prozent der Energie verbraucht werden. Auch im Verkehr müsse mehr passieren", schrieb die FAZ am 18.12.2012.
Nun heißt es für jeden von uns: Ratschläge umsetzen und sich bewusst werden, dass jeder helfen kann und auch sollte.

 

Informationen zum Beitrag

Titel
Energiesparen im Alltag
Autor
Sara Wiegard
Schule
Ursulaschule, Osnabrück
Klasse
Politikkurs Stufe 12 von 2012/2013
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Jugend recherchiert 2012
Kategorie
Print

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