Biodiversität – Klimawandel

2072. Der Kampf gegen den Klimawandel hat begonnen.  Die sonst von Menschen überfüllten Einkaufsmeilen sind wie ausgestorben. Die wenigen Läden, die geöffnet haben, verkaufen ihre Sachen zu überhöhten Preisen, da es immer schwieriger wird, Lebensmittel und Textilien zu importieren. Die meisten Menschen sind  bei der Arbeit, sofern sie noch eine haben, um wenigstens etwas Geld zu verdienen. Denn  die vielen Naturkatastrophen, die ansteigende Temperatur, die starken Regenfälle und die damit verbundenen Überschwemmungen haben das Volk und die Regierung viel Geld gekostet.

Immer mehr Menschen flüchten ins Landesinnere, da die Küsten vieler Länder, wie zum Beispiel der Niederlande, überschwemmt sind. Schon seit einigen Jahren steigt der Meeresspiegel und es gibt keine Hoffnung, dass dies so schnell wieder aufhört. Ehemals  Reiche  werden zur Kasse gebeten, um die größten Schäden zu bezahlen. Viele wollten wegen den schlechten Lebensbedingungen  auswandern, doch wo sollen sie schon hin? Weit kommen sie nicht mit ihren Elektro- und Solar Autos. Benzin gibt es  schon lange nicht mehr. Auch auf die  Luftfahrt ist kein Verlass, da es sich nur noch die Größten Fluggesellschaften leisten können mit dem umweltfreundlichem Treibstoff aus Wasserstoff zu fliegen. In manchen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, gibt es nur noch den Frankfurter Flughafen, denn diese haben schon früh erkannt, wie wichtig es ist die Umwelt zu schützen, indem sie den umweltschädlichen Flugzeugen verboten haben zu landen. Weil dies nicht ganz billig ist, kommen manche Menschen auf die Idee mit Privatflugzeugen, welche das Verbotene Kerosin vom Schwarzmarkt tanken, zu fliegen.

Alle Industrieländer haben massive Probleme mit dem Klimawandel. Erst jetzt wird den Menschen das  verehrende Ausmaß bewusst. Durch die heutzutage genutzte Erneuerbare Energie wird weniger Kohlenstoffdioxid produziert, trotzdem liegt der Wert bei 500 ppm, denn der Kohlenstoffdioxidgehalt bleibt mehrere Jahre in der Atmosphäre. Die Menschen leben umweltbewusster und doch bessert sich die Situation nicht. Denn es gibt noch ein weiteres, oft übersehenes Problem: die schwindende Artenvielfalt. Der einzige Weg den Klimawandel aufzuhalten wäre die Erhaltung der Biodiversität. Eine große Vielfalt von Lebensräumen, Arten und deren genetischen Varianten erhöhen die Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme bei verändernden Umweltbedingungen, die durch den Klimawandel hervorgerufen werden. Doch der  Menschen scheint die Artenvielfallt nicht ernst zu nehmen, obwohl er doch so sehr davon abhängig ist. Wenn es zum Beispiel nur noch eine Sorte Kartoffeln oder Reis gäbe, die nur unter bestimmten Bedingungen wachsen könnte, hätten die Menschen ein erhebliches Problem, sobald sich die Bedingungen in diesem

Gebiet ändern und die Pflanzen nicht mehr gedeihen können. In diesem Gebiet müssten die Menschen dann auf Kartoffeln oder Reis verzichten, denn sie können es sich nicht leisten aus anderen Ländern etwas importieren zu lassen. Die einzige Möglichkeit wäre zu tauschen. Die Länder, die nichts anbauen können wären dabei klar im Nachteil und die Menschen in diesen Ländern würden durch die einseitige Ernährung krank werden. Würden sich die Länder, die viel anbauen können, entscheiden den ärmeren Ländern zu helfen? Wahrscheinlich nicht. Denn die Lebensmittel sind jetzt schon knapp, alles was es gibt wird für die eigene Bevölkerung verwendet. Doch es ist auch aus anderen Gründen wichtig die Artenvielfalt zu erhalten, etwa bei  Arzneistoffen, die oft aus mehreren verschiedenen Pflanzen gewonnen werden. Die wenigen Pflanzenarten, welche heute noch nützlich sind gehen zu neige, denn immer mehr Grünflächen wurden asphaltiert. Großstädte breiten sich immer mehr aus, um die Massen der Flüchtigen vor den Überschwemmungen zu retten. Außerhalb der Städte ist das Land verwüstet, zerfallene Häuser, überschwemmte Äcker und Rauchschwaden über den kargen Wäldern prägen die Landschaft.

Es ist Totenstille. Noch nicht mal ein Vogel ist zu hören geschweige denn zu sehen. Anders ist es in den Städten wo es nur von protestierenden, laut umher schreienden Menschen wimmelt denn in den letzten Tagen hat sich die Lage zugespitzt. Nachdem es immer wärmer wurde, wird es nun kälter in Europa, da der Golfstrom versiegt ist  und die Menschen somit auch kein warmes Klima abbekommen. Europa beginnen in Schnee und Eis zu versinken. Durch den schnellen Wechsel von Warm und Kalt, gibt es ein Massensterben unter den Tieren, weil sie keine Nahrung mehr finden. In den Wäldern gibt es kaum noch Wild, was die Menschen dazu zwingt, ihren Fleischkonsum stark zu reduzieren. Die Regierung ist ratlos, zwar beraten sie sich mit anderen Staaten, doch ändert dies nichts an der Situation. Mit ihren Protesten und Krawallen wollen sie die  Regierung  wachrütteln und sie auffordern  etwas zu unternehmen, doch eigentlich ist es die Verzweiflung und die Wut der Menschen denn sie denken alle dasselbe:

Hätten wir doch früher etwas getan!
 

Informationen zum Beitrag

Titel
Biodiversität – Klimawandel
Autor
Laura Degen
Schule
wöhlergymnasium, Frankfurt
Klasse
LK10 von 2012/2013
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Jugend recherchiert 2012
Kategorie
Print

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