Ohne Moos nix los!

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Hast du auch immer zu wenig Geld in der Tasche? Ein neues Gameboy-Spiel, eine neue CD, ein Eis oder etwas zum Naschen- all das kostet Geld. Entweder muss man seine Eltern danach fragen, auf den Geburtstag warten oder man hat Glück und bekommt Taschengeld. Dann kann man in einem bestimmten Rahmen selbst entscheiden, was man sich kaufen möchte. Wie wichtig das Taschengeld für Kinder ist, weiß auch Sigrid Kropp-Suttor, Sozialpädagogin und langjährige Mitarbeiterin des Frankfurter Kinderbüros. So sollten bereits Kinder unter sechs Jahre ca. 50 Cent pro Woche bekommen, um den Umgang mit Geld frühzeitig zu erlernen. Bekommt man jedoch zu viel, lerne man es gar nicht.

Wir haben Mitschüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen gefragt, ob sie Taschengeld erhalten, wie viel und was sie damit anstellen. Dabei kam heraus, dass es bei den Taschengeldbeträgen eine große Spanne gibt, die von 5€ bis zu 150 € reicht (!), allerdings gab hier die betreffende Person an, für wirklich alles aufkommen zu müssen (Schulmaterial, Kleidung etc.) Zwar ist das Taschengeld kein Kinderrecht und somit sind auch keine festen Beträge festgelegt, doch Sigrid Kropp-Suttor empfiehlt Eltern, Kindern zwischen 10-12 Jahren ungefähr 12-15 € pro Monat zu geben. Wir selbst finden die Regelung, die Höhe des Taschengeldes dem Jahrgang anzupassen, den man besucht, am besten. Also in der fünften Klasse 5€ pro Woche, in der sechsten Klasse 6€ usw. So wächst das Taschengeld mit dem Alter angemessen mit.

Viele Schüler/ innen geben ihr Geld für Kleidung und Elektrogeräte aus. Einige kaufen sich auch Essen und Trinken. Erstaunlicherweise sparen viele Kinder ihr Geld ohne dabei ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Anderen reicht der monatliche Zuschuss einfach nicht.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten sein Taschengeld aufzustocken. Zwar dürfen Kinder und Jugendliche laut dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) unter 15 Jahren keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, doch es gibt Ausnahmen, bei der sie mit Einwilligung der Eltern eine leichte Beschäftigung aufnehmen können, wenn sie das 13. Lebensjahr vollendet haben. Dabei müssen alle Jobs leicht sein und dürfen Sicherheit, Entwicklung und Gesundheit der Kinder nicht gefährden. Zulässige Beschäftigungen sind zum Beispiel das Austragen von Zeitungen, Zeitschriften etc. oder in privaten und landwirtschaftlichen Haushalten.

Im Supermarkt findet man häufig am Aushang Zettel von Privatpersonen, die Hilfe brauchen im Garten oder aber Babysitting. Man könnte auch den Nachbarn helfen und ihre Brötchen oder Zeitung holen, vielleicht auch mit dem Hund gassi gehen. Oder helft euren Eltern und ihr verdient womöglich dazu! Wenn man in einem Fach gut ist, kann man auch Nachhilfe geben. Das Gute dabei ist, man wiederholt für sich den Stoff und hilft gleichzeitig jemand anderem. Für ein gutes Zeugnis oder eine gute Arbeit gibt es dann vielleicht auch einen Bonus.

Man kann auch Sachen auf dem Flohmarkt oder über Internetaktionshäuser verkaufen, die einem zu klein geworden sind oder einfach keinen Spaß mehr machen, beispielsweise das alte Dreirad oder „Bob der Baumeister“- Spielzeuge.

Die meisten der von uns befragten Schüler/ innen müssen sich nichts dazu verdienen, aber es gibt durchaus Kinder und Jugendliche, die Zeitung austragen, Putzen gehen, Medikamente ausfahren oder babysitten.

Wir denken, dass es wichtig ist, selbst Geld zu verwalten und den richtigen Umgang damit früh zu erlernen. Außerdem haben wir ganz schön viel erfahren dafür, dass es immer heißt: „Über Geld spricht man nicht!“

Informationen zum Beitrag

Titel
Ohne Moos nix los!
Autor
Ein Artikel der Klasse 5a / Carl Schurz Schule
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Projekt
Meine Zeitung 2010

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