Ausflug zur Frankfurter Hundestaffel

Am 12.4.2010 besuchten wir, die Klasse 6c, mit unserer Klassenlehrerin Frau Kasperski die Frankfurter Hundestaffel. Wir fuhren zu dem Trainingsgebiet an der S-Bahnhaltestelle Stadion. Nach ungefähr fünf Minuten Warten, holte uns der Polizist Herr Pecher ab. Zu unserer Enttäuschung war sein Hund nicht dabei. Wir gingen mit Herrn Pecher zum Vereinshäuschen des Hundesportvereins der Polizeihunde, wo wir ihm und seinen beiden Kollegen Herrn Schmidt und Frau Jagusiak Fragen stellen konnten. Wir erfuhren einiges über die vier großen Aufgabenbereiche der Polizeidiensthunde bei der Hundestaffel. Es gibt die Suchhunde, diese helfen bei der Suche nach Sprengstoff, Drogen und Gift. Dann die Schutzhunde, diese beschützen Menschen oder fassen gefährliche Täter. Den dritten Aufgabenbereich erfüllen die Rettungshunde, sie helfen Menschen, die zum Beispiel verschüttet worden sind, zu finden. Rettungshunde gibt es bei der Frankfurter Hundestaffel nicht. Des Weiteren gibt es auch noch die Leichenhunde, jene suchen, wie der Name schon sagt, Leichen (in Seen, Gebäuden,...).

Nach dem ausführlichen Interview gingen wir raus und versteckten im Gras und in einem Schuppen eine Patronenhülse und Plastiksprengstoff. Zum Schutz des Hundes war der Sprengstoff in einem durchsichtigen Glas. Frau Jagusiaks Hund, Luco, sollte die beiden Objekte aufspüren und zu unserem Erstaunen hatte er sie schnell gefunden. Nachdem der Hund die Patronenhülse und den Sprengstoff aufgespürt hatte, durchliefen Frau Jagusiaks Hund Luco (fünf Jahre) und Herr Schmidts Hund Ronja (zwei einhalb Jahre) den Parcour auf dem Trainingsgebiet der Polizeihundestaffel. Es gab Zäune, über die die Hunde springen mussten, einen Reifen, eine Röhre, durch die die Vierbeiner durchlaufen sollten und eine steile Rampe. Dann zeigte uns Frau Jagusiak noch, wie gehorsam Luco ist. Sie warf  sein Spielzeug weg und erst, wenn sie es ihm erlaubte, durfte er es holen. Nach dieser Demonstration gingen wir wieder ins Vereinshäuschen und konnten weitere Fragen stellen. Unter anderem erfuhren wir auch, dass ein Hund ca. 1.000.000-mal besser riechen kann als ein Mensch. Das Riechen bei Einsätzen ist für die Hunde so anstrengend, weil sie viel mehr einatmen als ausatmen. Dabei erhöht sich ihre Körpertemperatur auf 40 Grad Celsius.

Darauf begaben wir uns wieder ins Freie, wo uns ein Überfall vorgespielt wurde. Sobald der Angreifer, gespielt von Herrn Pecher, aus seinem Versteck heraustrat, biss der Hund zu und obwohl er dem Hund drohte und ihn anschrie, ließ dieser nicht locker. Zum Glück trug Herr Pecher einen Armschutz, sonst wäre das bestimmt sehr schmerzhaft gewesen. Später konnten wir es auch selber ausprobieren. Der Hund sprang Frau Kasperski  sogar so stark an, dass sie umfiel. Als alle, die wollten, einen Überfall simuliert hatten, gingen wir in die Vereinshütte, um zu frühstücken und uns aufzuwärmen. Leider mussten wir dann auch schon gehen. Herr Pecher und sein elf Jahre alter Hund Pat begleiteten uns zum Bahnhof. Insgesamt war der Ausflug schön und wir haben viel über die Frankfurter Hundestaffel gelernt.

Informationen zum Beitrag

Titel
Ausflug zur Frankfurter Hundestaffel
Autor
Willi Unkelbach
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Projekt
Meine Zeitung 2010

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