Mein Schulweg

Ich gehe zu Fuß, weil ich es umweltfreundlicher finde. Manchmal treffe ich Jane vor der Haustür und wir laufen zusammen zur Schule.  Dabei quatschen wir. Wenn ich zur ersten Stunde gehe, muss ich um 7.30 Uhr von zu Hause los. Ich treffe Jane nur zufällig. Heute habe ich sie nicht getroffen. Wahrscheinlich ist sie wieder früher losgegangen oder hat verschlafen. Jedenfalls laufe ich heute also alleine. So was finde ich blöd, weil  alles  so langweilig ist.

 

Wenn ich alleine laufe, dann halte ich immer meinen Kopf gesenkt. Wozu soll ich geradeaus schauen? Meine Füße kennen den Weg in und auswendig. Ich sehe jeden Tag das Gleiche. Der Boden ist viel interessanter. Ich sehe immer was anderes, z.B. Ameisen von meinen Füßen weglaufen, Löcher im  Asphalt  und das Muster vom Boden. Außerdem kann man so besser träumen. Ich träume manchmal davon, mich zu einer anderen Person zu verwandeln  oder hoch über die Wolken zu fliegen. Wenn ich dann aufgucke, habe ich eine ganz schöne Strecke zurückgelegt.

 

Über die Schule denke  ich nicht gerne nach, weil die  Gedanken - Habe ich alles dabei? , Habe ich alle Hausaufgaben gemacht? Wo habe ich als erstes Unterricht? –  mich nervös machen.

 

Ein Menge Kinder haben sich schon im Hof der Falkschule angesammelt, das heißt für mich, dass es kurz vor 8 Uhr. Ich renne los. Neben der Baustelle gegenüber der Falkschule steht ein riesengroßes Auto.  Ich laufe daran vorbei und beeile mich über die Ampel zu kommen. Vom weitem sehe ich schon die Schülerwelle. Die Schülerwelle sind Kinder, die mit der U-Bahn zur Schule  kommen. Es sind nicht nur ein paar, sondern sehr viele! Jane hat den Namen Welle erfunden.

 

Alle drei hintereinander stehenden Ampeln sind jetzt grün. Ich renne  wieder los. Um noch die hinterste Ampel auf grün zu erwischen, muss ich auf den letzten Metern Gas geben. Ich sehe Naomi auf mich warten. Und… geschafft! Ich grüße Naomi mit einem „ Hei!“ und sie grüßt zurück. Vor mir laufen Nils und Nicolas. Ich grüße noch andere Klassenklameraden und da kommt der Lehrer. Schnell gehe ich in den Klassenraum hinein. Die Stunde beginnt. 

Informationen zum Beitrag

Titel
Mein Schulweg
Autor
Sarang Kim 5a Goethe-Gymnasium
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Projekt
Meine Zeitung 2010

Beruf und Chance

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