Besuch in der Druckerei

Hallo, ich bin Rosi, eine süße Ratte. Ich, lebe mit meiner Freundin, Fliegi, im F.A.Z Haus, in Frankfurt. Häufig fliegt Fliegi in den Konferenzraum und berichtet mir dann was sie gehört hat.

Neulich flog sie durch das Schlüsselloch zu mir: „Gleich, kommt eine Klasse aus der Carl-Schurz-Schule hier her. Sie werden einen Film über die F.A.Z sehen und dann werden sie mit einem Bus zur Druckerei nach Mörfelden-Walldorf fahren.“ Und sofort hatte ich eine Idee: „ Wie wäre es“, fing  ich an, „wenn wir einen Ausflug machen? Wir können ja denn Schülern hinterher gehen, mit ihnen in den Bus steigen und zur Druckerei fahren. Wie findest du  die Idee?“  „Hm, ich find die Idee, gut“, sagte Fliegi fröhlich.

Als die Schüler der CSS ankamen, folgten wir ihnen schnell. Sie gingen in einen großen Raum und setzten sich. Fliegi und ich versteckten uns und hofften, dass wir nicht entdeckt werden. Als eine Frau kam, wurde der Film gestartet und die Kinder, Fliegi und ich schauten zu. Nach dem Film stellten ein paar Schüler Fragen an die Frau. Sie nannten es „Interview“. Langsam bekam ich Hunger und merkte wie einem Schüler ein Keks herunterfiel. Schnell holte ich ihn mir und aß ihn auf. Jetzt ging es mir schon viel besser.

Endlich gingen die Schüler aus dem Raum und wir folgten ihnen. Sie bestiegen  einen Glasaufzug und ich bekam etwas Angst. Als wir endlich in den Bus stiegen, waren Fliegi und ich sehr erleichtert. Doch da bekamen wir unser erstes Problem: Wir wussten nicht wo wir uns verstecken sollten. „Wo sollen wir hin?“, fragte ich Fliegi leise. „Ich weiß nicht, vielleicht in die Mülltonne?“, antwortete sie. „Ihhh, ich will doch nicht in eine dreckige Mülltonne!“ Nachdem ich das gesagt hatte, flog Fliegi zu der Mülltonne und flog auch wieder zu mir zurück und sagte: „Keine Sorge, die Mülltonne ist leer.“ „Ok“, mit diesen Worten kletterte ich in die Mülltonne und Fliegi kam dazu. Und so fuhren wir nach Mörfelden-Walldorf. Ich war schon so gespannt wie es dort wohl ist. Als die Schüler ausstiegen, versuchte ich aus der Mülltonne zu klettern, aber ich schaffte es nicht. Dann nahm Fliegi mich und flog mit mir nach draußen und dann durch die Tür in die Eingangshalle. Dort standen zwei junge Männer: Pascal und Paul. Anscheinend würden die zwei die Klasse durch das Haus führen. Und das stimmte auch: Die Klasse ging in das Papierlager. Paul erklärte, dass eine Rolle Papier 700 € kostete. Als er das gesagt hatte, schauten Fliegi und ich uns ängstlich an, denn vorhin hatte ich etwas an der einen Recyclingpapierrolle geknabbert, aber zum Glück schien es niemand bemerkt zu haben. Dann gingen wir weiter in einen Gang, der voller Rauch war. „Rosi, was ist das für ein Rauch?“ „Ich weiß es nicht, Fliegi“, antwortete ich. „Der Wasserdampf feuchtet das Papier an, damit es nicht so leicht reißt, denn dies würde sehr viel Arbeit und Zeitverlust bedeuten“, erklärte Pascal den Schülern. Aha, dachte ich nur. Von einer Galerie aus sahen wirdiew Druckmaschinen. Das alles sah aus wie eine Achterbahn und so beschloss ich eine dieser Achterbahnen zu besteigen. Und schon wurde ich hin und her geschleudert, bis eine Frau mich sah undverscheuchte. Fliegi kam angeflogen, packte mich und flog mit mir raus zum Bus. Das war knapp, dachte ich.  Und so dauerte es nicht mehr lange, bis die Klasse in den Bus einstieg und wir losfuhren.

Informationen zum Beitrag

Titel
Besuch in der Druckerei
Autor
Steffanie Neb, 6b der Carl-Schurz-Schule
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Projekt
Meine Zeitung 2010

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