„Ausländer, bleibt Ausländer!“ - Die wahre Identität des Dönerbudenbesitzers

„Deutsch ist deutsch“ gilt schon lange nicht mehr und „In Deutschland lebt man sicher“ darf man schon gar nicht mehr denken. Davon kann vor allem unsere nationale Szene ein radikales Lied singen. Ausländer bleibt Ausländer. Das entspricht offensichtlich mehr der Realität. Ob in Deutschland geboren oder das ganze Leben schon in Deutschland verbracht – Ausländer bleibt Ausländer. Sogar wer die Sprache nach zahlreichen Deutschkursen perfekt beherrscht, die deutsche Staatsbürgerschaft hat, sich in Lederhosen kleidet, sich als Deutscher fühlt, bleibt einer von den Anderen, ein Ausländer, ein Verachteter.
Ein Klischee?

Üblicherweise überwinden sich die meisten Ausländer ja gerade noch zu den vielsagenden Worten „Ja, Mann“ und „Was los, Alter?“ – Generation Kanak‘. Das schaffen sie dann sogar ohne Hauptschulabschluss  –  Und was machen diese Ausländer? Na klar! Sie beschmieren unsere U-Bahnstationen, bunkern Crack und gammeln am Straßenrand herum oder noch besser: Sie sind arbeitslos gemeldet, bekommen Harz IV und ziehen uns durch ihre schwarzen Machenschaften den letzten Cent aus der Tasche. Bringen sie es doch zu irgendetwas, dann versuchen sie uns irgendwo in irgendeiner Dönerbude am Spieß gedrehtes Gammelfleisch anzudrehen. War ja auch nicht anders zu erwarten: türkischer Vorname, dunkle Hautfarbe, keine blauen Augen.
Aber was ist denn nun passiert? Die sonst so integrationsfaulen Ausländer tummeln sich seit neuestem nicht nur in heruntergekommenen Bushaltestellen, sondern auch in heißverschwitzen Politikerlogen. Schaut man die aktuellen Tagesnachrichten, lacht gar eine ganze Reihe nichtdeutscher Gesichter aus dem Bildschirm. Sind wir wirklich noch in unserem geliebten Deutschland?  Angefangen bei politischen Funktionären, wie dem FDP-Parteivorsitzenden Philipp Rösler, der immerhin noch einen deutschen Namen hat , über Cem Özdemir, dem Bundesvorsitzenden der Grünen, bis hin zum neuen Chef der Deutschen Bank Anshu Jain macht die ausländische Belagerung in unserem deutschen Lande vor nichts Halt, und ihre neuste Strategie scheint sensationell seltsam. Was haben die nur vor? Diese exotischen Fremdlinge hausen in noblen Edelsuiten und ein Deutsch sprechen die…! Ein Deutsch, das unsereins nicht einmal mehr versteht! Ausländer, bleibt Ausländer! Sonst verstehen wir die Welt nicht mehr!

Koloman Wagner, Max Schmidt

„Ausländer, bleibt Ausländer!“ - Die wahre Identität des Dönerbudenbesitzers

Informationen zum Beitrag

Titel
„Ausländer, bleibt Ausländer!“ - Die wahre Identität des Dönerbudenbesitzers
Autor
Koloman Wagner, Max Schmidt
Schule
Chiemgau-Gymnasium, Traunstein
Klasse
P-Seminar Journalismus Q11 von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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