Integrationshelfer Döner

Integrationshelfer Döner

Nein der Döner ist nicht nur das gesündeste Fastfood, sondern  auch Integrationshelfer für viele Ausländer die durch den Verkauf von Dönern in Kontakt mit Deutschen kommen und so die Sprache schneller erlernen.

Integrationshelfer Döner

Täglich werden in Deutschland von 400 Herstellern ca. 300 Tonnen Döner hergestellt, was einer Jahresproduktion von 109.000 Tonnen entspricht. Damit wird in der Döner-Branche ein geschätzter Umsatz von über 2,3 Milliarden Euro mit ca. 45.000  Beschäftigten erzielt. Dies übertrifft den gemeinsamen Absatz von McDonalds und Burger King zusammen. Im Bundesgebiet existieren um die 15.000 Döner-Läden, davon befinden sich über 1.300 in Berlin, der Geburtsstadt des Döners. Hier soll der Döner Anfang der 70er Jahre durch türkische Gastarbeiter populär werden, welche sich mit Döner-Läden selbständig machten. Auslöser dafür war die Weltwirtschaftskrise 1974, welche für zahlreiche türkische Gastarbeiter eine existentielle Bedrohung darstellte.
Viele der heutigen Dönerbudenbesitzer sind die Kinder der Gastarbeiter, die während des Wirtschaftsbooms in der 50er 60er Jahren immigrierten. Einer von ihnen ist Hatip, der in Deutschland geboren ist. „Ich fühle mich Integriert“, so seine Aussage. Hatip ist 47 Jahre alt und hat einen Dönerladen in Havixbeck. Sein 60 Jähriger Bruder Hamed ist nach eigenen Aussagen immer noch nicht in Deutschland angekommen, der Grund dafür ist das Hamed nach wie vor Probleme mit der deutschen Sprache hat. Trotzdem arbeitet dieser zusammen mit dem 40 Jährigen Cousin von Hatip in Hatip’s Dönerladen „Havixbecker Grill“. Seine Eltern stammen aus der Türkei und kamen 1950 nach Deutschland.  Anfangs hatten sie Probleme mit der Sprache, Hilfe bekamen sie von anderen Migranten. 1964 wurde Hatip in Deutschland geboren und er fühlt sich als Deutscher, was bei anderen Migranten leider noch nicht der Fall ist, so wie bei Ahmed.
 „Ich fühle mich fremd“, antwortete er auf die Frage, ob er sich integriert fühle. Er kam 1995 aus dem Kosovo, auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg. Er fand  Arbeit in einem Döner-Imbiss und übernahm im Jahr 2001 das Geschäft. „Es kommen definitiv mehr Ausländer als Deutsche zum Essen“ stellt er fest. Es mangelt ihm nach wie vor an Sprachkenntnissen, was natürlich auch auf die wenige deutsche Kundschaft zurückzuführen ist. Doch auch für Ahmed spielte der Döner eine große Rolle bei seiner Migration nach Deutschland, denn als er hier ankam konnte er direkt im Betrieb seines Onkels anfangen und dadurch erlangte er erste Sprachkenntnisse.
„Ich habe meinem Onkel und seinem Dönerladen viel zu verdanken“ fügte er nach dem Interview hinzu.


Quellen:
http://www.doener-kebab.org
http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6ner

Integrationshelfer Döner

Informationen zum Beitrag

Titel
Integrationshelfer Döner
Autor
keine Angabe
Schule
Schillergymnasium, Münster
Klasse
GK Deutsch von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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