Integration

Als Integration wird die Aufnahme oder Eingliederung von Menschen bezeichnet, die aus einem anderen Land kommen oder einer anderen Religion angehören. Doch es wird auch von der Herstellung einer staatlichen, politischen oder Wirtschaftlichen Einheit gesprochen.
Man kann die Integration in vier unterschiedliche Bereiche einteilen. Der erste Bereich wäre die strukturelle Integration. Dies bedeutet das Migranten/Migrantinnen teil der Gesellschaft werden und Rechte, Pflichten und Anspruch an Arbeit, Wirtschaft, Bildung, soziales, Gesundheit und Politik bekommen. Das zweite, wäre die kulturelle Integration, die sich auf die Anpassung und Veränderung der Migranten bezieht. Zum dritten Bereich gehört die soziale Integration. Darunter versteht man die Entwicklung sozialer Kontakte, die Mitgliedschaft in Vereinen, die sozialen Bindungen am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und in Freuzeitaktivitäten. Der letzte Bereich weist die identifikative Integration auf. Das bedeutet die Bereitschaft sich mit dem Lebensort zu identifizieren und die Entwicklung von Zugehörigkeit und Akzeptanz zu ermöglichen.  

Die Bevölkerung akzeptiert Migranten heutzutage immer noch mit einem ungutem Gefühl. Dabei integrieren wir tagtäglich Menschen in unserem Umfeld. Darunter müssen keine Migranten oder Ausländer sein. Dies tritt schon in vielen Alltagssituationen auf, wie zum Beispiel in der Schule, in Vereinen oder sogar in der Familie. Viele können sich nicht vorstellen, wo dort Integration statt findet. Dort werden ältere Personen oft nicht von den jüngeren anerkannt oder umgekehrt. In der Schule wird man dumm angemacht, wenn man mit anderen Klamotten rum läuft. Doch die selben Menschen, verstehen sich sobald sie ihre Sportsachen an haben und in einem Verein zusammen etwas machen, nur weil man keinen Unterschied mehr seiht. Ist das keine Integration?
Wieso fällt uns das dann so schwer Ausländer genauso zu integrieren. Die Menschheit erwartet, das jeder sich anpasst. Am besten noch das alle gleich rumlaufen, das selbe tun
und die selben Charakterzüge besitzen. Es darf keiner aus der Reihe fallen. Doch wie wären die Konsequenzen oder wie würden wir uns fühlen, so in unserer Persönlichkeit eingeschränkt zu werden? Auch viele Städte bemühen sich in den letzten Jahren ihre ausländischen Mitbürger mehr zu integrieren. So mit sind ca. 40,1 % der Bevölkerung in Stuttgart Migranten. Auch Frankfurt am Main mit 39,5 % oder Nürnberg mit 37,3 % angagieren sich mehr für die Eingliederung. Eins der schlusslichter wären Bonn und Dortmund. Sie haben nur 29,3 % und 28,1 % an Einwohner mit einem Migrationshintergrund.

Der Fall des deutsch – türkischen Anwalt Mehmet Daimagüler macht noch mal deutlich, dass Menschen aus anderen Regionen der Welt es hier bei uns nicht einfach haben. Mehmet Daimagüler ist heute Mitte vierzig. Er kam damals mit seinen Eltern in den sechziger Jahren nach Deutschland, hat jetzt seine  eigene Anwaltskanzlei, war Berater bei Boston Consulting und Mitglied des Bundesvorstands der FDP. Aber wie toll sein Leben doch jetzt auch läuft, hatte er es in seiner Kindheit sehr schwer. Mehmet Daimagüler wurde nicht von seinen Mitschülern oder von seinem Umfeld integriert. Der Alltag wurde durch Gewalt und Rassismus geprägt. Er und sein Bruder wurden schnell aus Außenseitern abgestempelt. Doch im Gegensatz zu seinem Bruder  schaffte er den Absprung und wurde somit nicht kriminell. Die Integration wurde so außer Acht gelassen, das er sogar nicht auf das Gymnasium wechseln dürfen, trotz guter Noten. In der Schule schikanierten ihn Mitschüler, Lehrer demütigten ihn, doch er setzte sich durch und schaffte es sogar nach Harvard. Aber bis er das geschafft hatte litt er unter Depressionen, die er mit Alkohol betäubte. Sogar Selbsthass quälten ihn und Schuld daran waren seine Lebensumstände. Er fühlte sich früher nie zuhause, nie anerkannt. Nun stellt sich die Frage, warum man ihm so viele Steine in den Weg gelegt hatte, sieht man nicht daran, wie viele Mühe sich einige geben, und unterstützen und zur Wirtschaft von Deutschland bei tragen. Man sollte sich selbst mal die Frage stellen, wie tolerant man eigentlich ist. Wie viele Menschen mit einem Migrationhintergrund in unserem Umfeld leben und wie viele wir davon integrieren.


 

Integration

Informationen zum Beitrag

Titel
Integration
Autor
Tomma Schoon
Schule
BBS 1 Aurich, Aurich
Klasse
Kollegkurs von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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