Migration und ihre Hintergründe

Migration kommt aus dem Lateinischen „migrare“ und bedeutet Übersetzt soviel wie Wandern.

Migration entsteht aus verschiedenen Gründen z.B. Leute die ihre Heimat verlassen um ihren
Beruflichen Perspektiven am einen anderen Ort fortzusetzen.
In manchen Ländern besteht ein Fachkräftemangel (z.B. Deutschland) darum versuchen diese Länder aktiv Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben.
Leute die aus Familiären Gründen ihre Heimat verlassen z.B. um ihren Ehepartner nach zureisen gehören auch zu der Gruppe der Migranten.
Außerdem gibt es die sogenannte Fluchtmigration was unter anderem ein aktuelles Thema anschneidet.
Aus Somalia flüchten Tausende Menschen vor den dort gegebenen Zuständen wie Bürgerkrieg und Hungersnöte in Südeuropäsche Länder wie Italien.
In der Vergangenheit flüchteten abertausende Menschen vor dem bevorstehende Regime das letztendlich den zweiten Weltkrieg ausgelöst hat, aus Deutschland in viele verschiedene Länder der Welt und versuchten dort ein neues Leben aufzubauen.
Ein anders Beispiel entstand aus Amerika das auch „das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ genannt wird.
Nach Amerikas Entdeckung besiedelte unzählige Europäer den Kontinent mit der Hoffnung dort ein besser Leben zuführen.

Während des Deutschen Wirtschaftswunders um 1950 rum kamen unter anderem viele Asiaten nach Deutschland mit dabei waren die Eltern von Chung Hung Wan.
Mit ihm und seinen Eltern haben wir ein kleines Interview über die Hintergründe der Migration von ihnen nach Deutschland und über ihre eigenen Gedanken geführt.

Wir fragten:
Aus welchen Gründen sind sie damals nach Deutschland gekommen?

Herr Wan antwortet:
Durch puren Zufall wurde es mir damals ermöglicht in meinem favorisierten Land in meinem bevorzugten Arbeit Fuß zufassen. Mein Onkel eröffnete damals in Deutschland ein
China Restaurant und benötigte helfende Hände.
Diese einmalige Gelegenheit habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen und bot meine Hilfe an. Kurz darauf machte ich mich auf den Weg nach Deutschland und half meinem Onkel das Restaurant aufzubauen. Von 1970 an arbeitete ich dann mit meinem Onkel in seinem Restaurant und lernte langsam die Deutsche Sprache. Außerdem hatte ich mir das Ziel gesetzt irgendwann einmal ein eigenes Restaurant zu führen. 1980, nach 10 Jahren harter Arbeit und einer sparsamer Lebensweise war es dann soweit und ich war bereit mein eigenes Restaurant zu eröffnen, zu dem ich noch Verstärkung durch meine große Liebe bekommen hatte.
Da wir uns mit dem Restaurant ein festes Standbein in Deutschland erarbeitet hatten, machten wir uns an die Familien Planung und bekamen mit der Zeit drei Kinder.

Wir Fragten:
Wie ist es ihnen seit ihrer Einwanderung in Deutschland  ergangen?

Familie antwortet:
Es war nicht leicht, in einem fremden Land mit Fremder Sprache eine Existenz aufzubauen und die damit verbundenen Probleme zu lösen.
Trotz allem ist es uns gelungen uns und unseren Kindern erfolgreich und gut durch das Leben zu bringen.

Wir Fragten:
Und wie ist der aktuelle Stand?

Familie antwortet:
Die Konkurrenz in Sachen China Restaurant wuchs und wuchs hier in Aurich,was uns schon einige Probleme bereitet hat, noch dazu boten die anderen Restaurants mit der Zeit einen Lieferservice an was uns leider nicht möglich war.
Als Gnaden-stoß kamen dann dieses Jahr private Probleme und die Tatsache dass Aufgrund der sich in Sprossen kurzzeitig vermutlich befundenen Ehec-Erreger sehr wenig Gäste kamen wodurch wir nach einiger Zeit unser Restaurant leider schließen mussten.
Nun ist es sehr schwer Aufgrund unseren Alters und unserer immer noch vorhandenen Sprachprobleme eine Arbeit zu finden.

Wir Fragten:
Können sie ein Resümee aus ihrem Vorhaben ziehen?

Familie antwortet:
Wir bereuen nichts! Wir haben es geschafft mehrere Jahrzehnte lang erfolgreich ein Restaurant in Deutschland zu führen und eine Familie glücklich und zufrieden aufzubauen.
Dadurch lässt sich die derzeitige Situation ganz gut verkraften.

Wir:
Vielen Dank für den spannenden Einblick in ihr Leben.

Solche Geschichten hört man von Asiatischen Familien immer häufiger, was eventuell auch für das positive Image im Ausland, speziell in Asien sprechen könnte.

Durch unsere persönlichen Eindrücke können wir sagen:
Auswandern kann ein Start in ein neues interessantes und erfahrungsvolles Leben sein, aber es ist wie im Beispiel der Familie Wan ein schweres Unterfangen mit in dem Fall positiven und negativen Aspekten.
Wenn man eine gute Geschäftsidee und den Mut und Hang zum neuen hat, ist es eine Option sein Leben von Grund auf neu zu gestalten und es ist aus unserer Sicht auf jeden Fall eine Überlegung wert.
 

Migration und ihre Hintergründe

Informationen zum Beitrag

Titel
Migration und ihre Hintergründe
Autor
LinWan
Schule
BBS 1 Aurich, Aurich
Klasse
Kollegkurs von 2011/2012
Quelle
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Projekt
Die Welt in Bewegung - Migration
Kategorie
Print

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